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Nur wenn du es ausprobierst weißt du was nichts für dich ist.

Ausbilden leicht gemacht

Sie möchten erstmals ausbilden, Lehrlinge finden, haben Fragen zur Ausbildung oder möchten die Qualität der Ausbildung in Ihrem Betrieb weiter verbessern? Die Ausbildungsberater der Handwerkskammer geben Auskunft über die Rechte und Pflichten des Ausbildungsbetriebes während der Ausbildung und kommen als neutrale Berater bei Konflikten auch gerne in den Betrieb, um vor Ort bei der Lösung der Probleme zu helfen.
Für alle Fragen vor und während der Ausbildung stehen sie zur Verfügung. Sie erhalten Anregungen, Hilfestellungen und Informationen.

Melden Sie sich gerne.


Ausbildungsberater

Telefon 0541 6929-520
Fax 0541 40913-27
r.brinkrolf@hwk-osnabrueck.de


Ausbildungsberaterin

Telefon 0541 6929-524
Fax 0541 40913-13
k.justa@hwk-osnabrueck.de


Ausbildungsberater

Telefon 0541 6929-521
Fax 0541 40913-28
w.moenkediek@hwk-osnabrueck.de

Lehrvertrag

Wir freuen uns, dass Sie einen neuen Lehrling einstellen.

Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, können Sie Ihren Ausbildungsvertrag direkt online ausfüllen. Hier geht es zum Lehrvertrag online.

Bitte beachten Sie:
  • Alle Vertragsausfertigungen (mindestens drei Ausfertigungen) müssen von den Vertragsparteien, bei Minderjährigen zusätzlich von den gesetzlichen Vertretern, jeweils im Original unterschrieben werden.
  • Bei Lehrlingen unter 18 Jahren fügen Sie dem Vertrag eine Kopie der ärztlichen Bescheinigung über die Erstuntersuchung gemäß § 32 Jugendarbeitsschutzgesetz bei.
  • Bei Lehrzeitverkürzung weisen Sie die Verkürzungsgründe bitte durch entsprechende Dokumente in Kopie nach (z. B. Schulzeugnis, Abschlussprüfungszeugnis, Nachweis über Beginn und Ende der Vorlehre, etc.).
  • Bei ausländischen Lehrlingen (nicht EU-Bürger) muss Ihnen eine Arbeitserlaubnis vorliegen.

Bitte alle Vertragsexemplare inkl. Vertragsbedingungen ausdrucken, dann unterschreiben und mit den dazu gehörenden Anlagen direkt an die Handwerkskammer senden. Nach der Registrierung des Lehrvertrages im Verzeichnis der Ausbildungsverhältnisse erhalten Sie den Lehrvertrag zurück. Eine Ausfertigung ist dem Lehrling dann unverzüglich auszuhändigen.

Wir bitten Sie darauf zu achten, dass der Lehrling bei der zuständigen Berufsschule und bei der Krankenkasse angemeldet wird.

Sie haben Fragen? Gerne sind wir für Sie da.

Ihre Ansprechpartner


Sachbearbeiterin Lehrlingsrolle

Telefon 0541 6929-502
Fax 0541 40913-23
l.wesselkaemper@hwk-osnabrueck.de


Sachbearbeiter Gesellenprüfungswesen

Telefon 0541 6929-522
Fax 0541 40913-79
d.lebeda@hwk-osnabrueck.de

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU)

Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) ist ein fester Bestandteil der dualen Ausbildung. Die wichtigsten Fragen (FAQ) und Antworten dazu finden Sie hier.

Was bedeutet ÜLU?

Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) oder treffender gesagt die Betriebsbegleitende Ausbildung ist ein fester Bestandteil der dualen Berufsausbildung im Handwerk. Sie vermittelt berufsspezifische praktische Fertigkeiten und Kenntnisse und ergänzt und unterstützt die betriebliche Ausbildung vom ersten bis zum letzten Ausbildungsjahr. Durch die ÜLU wird ein breites, einheitliches Ausbildungsniveau sichergestellt, das kontinuierlich an die technischen und ökonomischen Veränderungen angepasst wird.

Müssen die Auszubildenden an der ÜLU teilnehmen?

Die Teilnahme an allen vorgeschriebenen Pflichtkursen ist ein Teil der betrieblichen Berufsausbildung. Nur wer sie absolviert hat, wird zur Gesellenprüfung zugelassen. Pflicht sind alle Kurse, die der Berufsbildungsausschuss der Handwerkskammer als obligatorisch definiert hat.

Zusätzlich bietet das Bildungszentrum der Handwerkskammer eine Vielzahl berufsspezifischer und fachübergreifender Lehrgänge an.

Wie wird die ÜLU finanziert?

Die Finanzierung der Lehrgangskosten der ÜLU sowie even­tuell anfallende Unterbringungskosten der/des Auszubildenden erfolgen im Rahmen der jeweils gültigen Richtlinien durch Mittel des Niedersächsischen Kultusministeriums, durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, den Europäischen Sozialfonds (ESF) und durch Eigenmittel des Ausbildungsbetriebes. Mit den Zuwendungsmitteln wird ein Teil der Kosten für Lehrgänge und Unterbringung mitfinanziert, wodurch die Kosten für den Ausbildungsbetrieb sinken.

Wie erfolgt die Anmeldung des Auszubildenden für die ÜLU-Kurse?

Mit der Eintragung des Ausbildungsvertrages in der Lehrlingsrolle werden die Daten Ihres Lehrlings elektronisch erfasst. Somit wird der Lehrling „automatisch“ durch unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu den überbetrieblichen Lehrgängen eingeladen. Meist erfolgt die Einladung im Klassenverbund der entsprechenden Berufsbildenden Schule. Die Einladungen werden rechtzeitig vor Kursbeginn an den Ausbildungsbetrieb gesandt.

Was hat der Betrieb davon?

Die ÜLU bildet die verlängerte Werkbank des Betriebes. Hier können die Auszubildenden die Handgriffe erlernen, an der technologischen Entwicklung ihres Handwerks teilhaben und Tätigkeiten üben, zu denen im betrieblichen Alltag die Zeit fehlt. Dabei gehen die Kurse inhaltlich von den Grundlagen, über die im Mindesten angeforderten, bis hin zu den hochwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten aus. Als Qualitätsmerkmal des deutschen Handwerks kann durch die Unterweisung eine Gleichmäßigkeit der niveauvollen handwerklichen Berufsausbildung gewährleistet werden.

Was haben die Auszubildenden davon?

Die Auszubildenden im Handwerk haben durch die ÜLU die Sicherheit, dass ihnen gewerkspezifisch und am Ausbildungsrahmenplan orientiert die entsprechenden Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt wurden, die sie befähigen, nach dem Ablegen der Gesellenprüfung die Arbeit in einem Handwerksbetrieb ausüben zu können. Noch immer ist der Gesellenbrief ein Gütesiegel in ganz Europa.

Wer legt die Kursinhalte fest?

Inhalte und Dauer der überbetrieblichen Unterweisung werden in Zusammenarbeit mit den Bundesfachverbänden der verschiedenen Handwerke und dem Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik (HPI) festgelegt.

Wo findet die ÜLU statt?

Die Kurse finden in den Werkstätten des Bildungszentrums der Handwerkskammer statt. Genaueres entnehmen Sie der Einladung Ihres Lehrlings zu den Lehrgängen.

Wo sind die Auszubildenden währen der ÜLU untergebracht?

Auszubildende, für die die Anfahrt nicht täglich erfolgen kann, können in unserem Internat übernachten.

Werden die Auszubildenden bewertet?

Ja, die Auszubildenden werden nach jedem Lehrgang bewertet. Dabei haben die Ausbilder die Möglichkeit, die Methode selbst zu wählen. Es kann am Ende des Lehrgangs ein Test geschrieben werden oder es gibt eine Gesamtbewertung, die die Entwicklung des Auszubildenden im ganzen Zeitraum bewertet.

Was hat die Berufsbildende Schule mit der ÜLU zu tun?

Die handwerkliche Berufsausbildung besteht aus zwei Säulen. Die Berufsbildende Schule stellt die theoretische Säule dar und der Betrieb die praktische. Daher der Ausdruck „duales System“. Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung ergänzt die betriebliche Ausbildung und ist die verlängerte Werkbank der Betriebe. Der Lehrplan der Schule kann inhaltlich durchaus von dem Ausbildungsrahmenplan des Betriebes und den Inhalten der überbetrieblichen Ausbildung abweichen. Im Idealfall findet eine Absprache zwischen den Lernorten statt, sodass eine für alle Auszubildenden hochwertige Ausbildung angeboten wird.

Wer ist für die Regelung und Überwachung der Ausbildung zuständig?

Die Handwerkskammer hat zur Regelung und Überwachung der Ausbildung Ausbildungsberater zu bestellen. Sollten Probleme im Rahmen der Ausbildung auftauchen die das Ausbildungsziel gefährden, sind die Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater gern bereit, Ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Können auch andere Leute z.B. Gesellen oder Quereinsteiger an einem solchen Lehrgang teilnehmen?

Ja, grundsätzlich können auch andere Leute z. B. Wiedereinsteiger nach langer Pause, an einer solchen Unterweisung teilnehmen.  Zu bedenken ist aber, dass die Fördermittel des Bundes und des Landes dann nicht in die Kostenkalkulation einfließen. Außerdem muss ein freier Platz in einem Kurs vorhanden sein.

Wo gibt es weitere Informationen zur überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung?

Weitere Informationen zur überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung gibt es beim Zentralverband des deutschen Handwerk (ZDH) .
Außerdem können Sie sich gerne bei uns melden:

Überbetriebliche Bildungszentren im Kammerbezirk

Osnabrück

BTZ Berufsbildungs- und TechnologieZentrum der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim

Bramscher Straße 134-136
49088 Osnabrück

Link zur Website

Lingen, Meppen, Nordhorn

Berufsbildungs- und Technologiezentrum des Handwerks GmbH

Beckstr. 19
49809 Lingen

Link zur Website

Papenburg

Berufsbildungs- und Technologiezentrum des Aschendorf – Hümmlinger Handwerks GmbH

Juister Straße 10-14
26871 Papenburg

Link zur Website

Qualität in der Ausbildung

Wenn Sie die Ausbildung in Ihrem Betrieb professionalisieren wollen, unterstützen wir Sie gerne mit umfangreichen Materialien, die wir für Sie in einem praktischen Ordner zusammengefasst haben. Der Ordner, aufgeteilt in 7 Themenhefte, enthält für jede Ausbildungsphase neben allgemeinen Informationen, viele praktische Tipps in Form von z. B. direkt anwendbaren Checklisten, Musteranschreiben oder Bewertungsbögen.

4 Phasen der Ausbildung

Phase der Ausbildung Bestandteile des Ordners „Qualität in der Ausbildung
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Themenheft 1: „Das Praktikum
effektiv nutzen“

Das Praktikum kann der erste Schritt zu einer Ausbildung sein. Dafür müssen Sie jedoch bei den Praktikanten einen guten Eindruck hinterlassen. Möglich wird dies durch eine gute Planung und interessante Gestaltung. Um Ihnen bei der Umsetzung behilflich sein zu können, bietet dieses Themenheft u.a. Informationen zu rechtlichen Rahmenbedingungen von Praktika, einen Musterpraktikumsvertrag, Musteranschreiben an Praktikanten und Schulen, Vorlagen für einen Praktikumsplan und Beurteilungsbögen.

Themenheft 2: „Nachwuchs werben und auswählen“

Durch dieses Heft erhalten Sie wertvolle Tipps Rund um die Nachwuchsgewinnung. Dazu zählen u.a. Informationen zur Lebenswelt Jugendlicher und daraus resultierenden neuen Wegen der Nachwuchswerbung, aber auch Tipps Rund um die Bewerberauswahl (z. B. eine Checkliste zur Erstellung eines Anforderungsprofiles, einen Leitfaden für Bewerbungsgespräche und Entscheidungshilfen für die abschließende Bewerberauswahl).

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Themenheft 3: „Gelungener Ausbildungsstart“

Der Start einer Ausbildung hat einen großen Einfluss auf deren weiteren Verlauf. Deshalb sollte dieser gut durchdacht sein. Welche konkreten Punkte für einen strukturierten Start berücksichtigt werden sollten, können Sie beigefügten Checklisten entnehmen. Außerdem erhalten Sie Anregungen dazu, wie Sie den Auszubildenden den Einstieg erleichtern können. Vorlagen, wie z. B. eine Zusatzvereinbarung, ermöglichen es gleich zu Beginn wesentliche Dinge schriftlich festzuhalten, so dass es im späteren Verlauf erst gar nicht zu Unklarheiten kommen kann.

Themenheft 4: „Erfolgreiche Probezeit“

Die Probezeit soll sowohl den Auszubildenden, als auch Ihnen als Betrieb die Zeit geben, einander kennenzulernen und zu erkennen, ob der/ die Auszubildende/-r für den Beruf bzw. Ihren Betrieb geeignet ist. Dafür muss die Zeit aber durch vielseitige Aufgabenstellungen effektiv genutzt werden. Deshalb erhalten Sie an dieser Stelle neben rechtlichen Informationen u.a. Anregungen zur Gestaltung von Arbeitsaufgaben und einen Beurteilungsbogen verbunden mit Tipps Rund um den Beurteilungsprozess.

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Themenheft 6: „Beurteilungsheft für Ausbilder/-innen“ und Themenheft 7 „Selbsteinschätzung für Azubis“

Feedback ist ein wichtiges Instrument in der Ausbildung. Die beiden Hefte erleichtern durch Musterbewertungsbögen eine regelmäßige Bewertung der Auszubildenden und fördern durch die Kombination von Selbst- und Fremdbewertung die Kommunikation zwischen Ausbilder/-in und Auszubildende. Neben dem aktuellen Leistungsstand können an dieser Stelle auch Ziele für die nächsten Ausbildungsperioden schriftlich festgehalten werden.

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Themenheft 5: „Fit für die Prüfung“

In diesem Themenheft erfahren Sie, wie Sie Ihre Auszubildenden gezielt und systematisch auf die Prüfung vorbereiten können. Dafür werden z. B. Checklisten für den Betrieb und Auszubildende, aber auch Vorlagen (z. B. Zeitpläne) und Tipps zur Überwindung von Prüfungsangst bereitgestellt.



Wir bestellen den Ordner Qualität in der Ausbildung zu einem Selbstkostenpreis von 30,00 € zzgl. 5,00 € Versandgebühr

Folgende Daten werden benötigt



Qida Workshops

Außerdem bietet die Handwerkskammer unterschiedliche Kurse für Auszubildende, Ausbilder und Gesellen an, damit die Ausbildung im Betrieb professionalisiert werden kann und den Auszubildenden der Einstieg in die Ausbildung gelingt.

Anmelden können Sie sich auf den Seiten der Veranstaltungen oder mit dem Anmeldeformular .

Datum Veranstaltung
07.03.2018 Runder Tisch – Mitwirkung von Gesellen (für Ausbilder)
04.04.2018 und
24.04.2018
Qualifizierung der Gesellen (für Mitarbeiter/Gesellen)
21.06.2018 Ausbildung planen (für Ausbilder)
02.08.2018 Gelungener Berufseinstieg (für Auszubildende)
07.08.2018 Gelungener Berufseinstieg (für Auszubildende)
29.08.2018 Gelungener Berufseinstieg (für Auszubildende)
13.09.2018 Runder Tisch – Prüfungsvorbereitung (für Ausbilder)
25.10.2018 und
21.11.2018
Qualifizierung der Gesellen (für Mitarbeiter/Gesellen)


Ihre Ansprechpartnerin


Ausbildungsberaterin

Telefon 0541 6929-524
Fax 0541 40913-13
k.justa@hwk-osnabrueck.de

Einstiegsqualifizierung (EQ) mit Handwerkskammer-Zertifikat

Die Einstiegsqualifizierung ist ein betriebliches Langzeitpraktikum, das den Weg in eine geregelte Ausbildung erleichtern soll. Jugendliche, die bisher keine Lehrstelle gefunden haben, erhalten somit die Möglichkeit einen Ausbildungsberuf, einen Betrieb und das Berufsleben kennen zu lernen Ein Übergang in eine Ausbildung ist jederzeit möglich und sollte vom Betrieb angestrebt sein. Bedingungen für eine Einstiegsqualifizierung sind:

  • Ausbildungsberechtigter Betrieb (mit angemessenen Ausbilderschlüssel)
  • Förderungsfähiger Bewerber (siehe „Zielgruppe“)

Die Laufzeit des Qualifizierungsvertrages ist flexibel gestaltbar und kann zwischen 6 und 12 Monaten betragen. Jedoch sollte die Einstiegsqualifizierung idealerweise so terminiert werden, dass ein nahtloser Übergang in eine Ausbildung zum Beginn des nächsten Ausbildungsjahres möglich ist. Die Inhalte und Tätigkeiten sind eng an die staatlichen Ausbildungsberufe geknüpft. Dafür hat die Handwerksorganisation zahlreiche Qualifizierungsbausteine entwickelt. Beispiele, aus denen Sie wählen können finden Sie hier.

Eine gute Investition für den Betrieb

Ausbildungsberechtigte Betriebe lernen im Rahmen der Einstiegsqualifizierung künftige Auszubildende und deren Leistungsfähigkeit in der betrieblichen Praxis kennen. Oftmals entpuppen sich förderungsbedürftige Jugendliche im betrieblichen Alltag als motivierte, leistungsfähige Mitarbeiter. Die Betriebe haben die Möglichkeit, die EQ-Teilnehmenden praxisnah zur Ausbildung hinzuführen.

Zwischen Betrieb und EQ-Teilnehmenden wird ein EQ-Vertrag abgeschlossen.  Ein Vertragsmuster können Sie hier herunterladen. Der Vertrag muss bei der Handwerkskammer eingereicht werden, damit er registriert wird.

Die Förderung/ die Vergütung

Die Agentur für Arbeit oder das jeweilige Jobcenter erstattet dem Arbeitgeber auf Antrag einen Zuschuss zur EQ-Vergütung bis zur Höhe von 231 Euro monatlich (Stand 08/2016) zuzüglich eines pauschalisierten Anteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag. Für eine Förderung muss vorab jedoch geprüft werden, ob bei dem Teilnehmer gewissen Fördervoraussetzungen vorliegen (siehe „Zielgruppe“). Dieser Förderbetrag (= 231 Euro) ist wiederum mindestens an den Praktikanten/-in auszuzahlen. Natürlich darf der Auszahlungsbetrag auch über diesen Förderbetrag liegen, z. B. bei erhöhten Fahrtkosten.

Sozialversicherung

EQ ist ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Hierzu erhält der Arbeitgeber von der Agentur für Arbeit oder dem jeweiligen Jobcenter einen pauschalierten Anteil am durchschnittlichen Gesamtsozialversicherungsbeitrag. Dieser Betrag wird jährlich neu berechnet. Für die Dauer des individuellen Förderzeitraums bleibt dieser Betrag konstant.

Zielgruppen: Wer wird gefördert?
  • Ausbildungsbewerberinnen und -bewerber mit individuell eingeschränkten Vermittlungsperspektiven.
  • Ausbildungssuchende, die noch nicht in vollem Umfang über die erforderliche Ausbildungsbefähigung verfügen.
  • Lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte Ausbildungssuchende.
  • Nur in begründeten Ausnahmefällen werden Bewerberinnen und Bewerber über 25 Jahre, sowie Personen mit Fachhoch- oder Hochschulreife gefördert.
  • Nicht gefördert werden können Jugendliche, die noch der Vollzeitschulpflicht unterliegen.
  • Besonderheit bei geflüchteten Menschen: Auf Grund der oft fehlenden Sprachkenntnisse wurde die Möglichkeit eingeräumt, dass geflüchtete Menschen ein EQ bis zum 35. Lebensjahr antreten können. (Quelle: http://ba-arbeitgebernews.de/archiv/3295/3295.htm)
Ausbildungsbegleitende Hilfen

Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer können im Bedarfsfall ausbildungsbegleitende Hilfen gewährt werden. Hier finden Sie weitere Informationen.

Berufsschule

Kann besucht werden, jedoch besteht kein Anspruch auf Beschulung. Bitte beachten Sie an dieser Stelle zu prüfen, ob Ihr Praktikant noch schulpflichtig ist.

Abschluss mit Zertifikat der Handwerkskammer

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, am Ende des Praktikums eine Bescheinigung über die vermittelten Kenntnisse und Fertigkeiten (betriebliches Zeugnis) auszustellen. Die Handwerkskammer stellt auf Antrag des Unternehmens oder des Teilnehmenden auf der Basis des betrieblichen Zeugnisses (Vordrucke erhalten Sie nach der Registrierung von der Handwerkskammer) ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme an der EQ aus.

Wichtig: Eine EQ kann nur in besonderen Ausnahmefällen zu einer Verkürzung der Lehrzeit führen, zudem höchstens um ein halbes Jahr. Einen Anspruch darauf gibt es nicht. Die zuständige Kammer entscheidet über entsprechende Verkürzungsanträge in jedem Einzelfall. Dabei berücksichtigt sie im Rahmen einer Gesamtbetrachtung unter anderem, ob:

  • die EQ eine Mindestlaufzeit von 10 Monaten hatte,
  • eine Berufsschule regelmäßig besucht wurde und
  • der Praktikumsbetrieb und die Berufsschule bescheinigen, dass der Praktikant insgesamt „gute Leistungen“ gezeigt hat.

Zusammenfassung

  • EQ-Laufzeit: 6-12 Monate
  • Förderungsvoraussetzungen abhängig vom potentiellen EQ-Praktikanten, vorab prüfen
  • Förderantrag für Zuschüsse: bei der Agentur für Arbeit/ Jobcenter
  • Förderungshöhe: monatlich 231 EUR
  • EQ-Vertrag ausgefüllt zwecks Registrierung an die Handwerkskammer schicken (Qualifizierungsbausteine auswählen)
  • SV-Anmeldung
  • Nach EQ-Ablauf Praktikant bewerten und Zertifikat anfordern

Weitere Informationen finden Sie hier.

Gerne stehen wir Ihnen für Fragen rund zum Thema Einstiegsqualifizierung zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartnerin


Ausbildungsberaterin

Telefon 0541 6929-524
Fax 0541 40913-13
k.justa@hwk-osnabrueck.de

Passgenaue Besetzung

Betriebe, die gerne ausbilden möchten, aber nicht den geeigneten Bewerber finden, können sich an die Ausbildungsstellenvermittlung der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim wenden. Im Rahmen des Projekts „Passgenaue Besetzung – Unterstützung von KMU bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungsplätzen sowie bei der Integration von ausländischen Fachkräften“ steht dieser Service kostenlos zur Verfügung.

In persönlichen Gesprächen mit dem Betriebsinhaber oder der Betriebsinhaberin werden die Anforderungen an die zukünftigen Auszubildenden erhoben und die Betriebe im Auswahlverfahren begleitet.

Jugendliche, die gerne eine Ausbildung im Handwerk machen möchten, aber nicht den geeigneten Ausbildungsplatz finden, werden ebenfalls im Prozess der Berufsorientierung und konkret bei der Ausbildungsplatzsuche unterstützt. In Einzelgesprächen werden die berufliche Interessen und die erworbenen Qualifikationen ermittelt. Zum weiteren Service gehört ein Berufswahltest, ein Bewerbungsmappencheck und eine individuelle Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche.

Ziel des Projektes ist die Besetzung freier Ausbildungsplätze mit passenden Bewerber/-innen.

Das Programm „Passgenaue Besetzung – Unterstützung von KMU bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungsplätzen sowie bei der Integration von ausländischen Fachkräften“ wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Ihr Ansprechpartner


Projektmitarbeiter
"Passgenaue Besetzung von Ausbildungsplätzen"

Telefon 0541 6929-523
Fax 0541 40913-80
u.koch@hwk-osnabrueck.de



passgenaue Besetzung



Willkommenslotsen für das Handwerk

Willkommenslotsen bieten ein umfassendes Unterstützungsangebot für Betriebe: Sie sind die erste Anlaufstelle für Betriebe, die gerne einen Flüchtling ausbilden oder beschäftigen möchten. Sie stehen Handwerksunternehmen zu allen Fragen rund um die Besetzung von Ausbildungsplätzen, Praktika und Arbeitsstellen mit geeigneten Flüchtlingen unterstützend und beratend zur Seite. Darüber hinaus unterstützen sie Unternehmen beim Aufbau einer offenen Willkommenskultur im Betrieb und sensibilisieren für kulturelle Unterschiede. Die Willkommenslotsen werden im Rahmen des Förderprogramms „Passgenaue Besetzung“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie eingesetzt. Das Programm ist an Unternehmen aller Größenklassen in Deutschland gerichtet. Ziel ist es die mittelständische Wirtschaft sowie Großunternehmen bei allen Fragen rund um die Integration von Flüchtlingen in ausbildungsvorbereitende Maßnahmen, duale Ausbildung oder Beschäftigung zu unterstützen.

Das Aufgabenspektrum umfasst u.a. folgende Beratungs- und Unterstützungsleistungen:
  • rechtliche Rahmenbedingungen
  • verwaltungstechnischer Aufwand
  • Fördermöglichkeiten
  • Betriebliche Integration

Ihr Ansprechpartner


Willkommenslotse

Telefon 0541 6929-530
Fax 0541 6929-290
g.miladinovic@hwk-osnabrueck.de



Willkommenslotse



IHAFA – Integrationsprojekt Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber

Zielgruppe sind junge Menschen mit Migrationshintergrund, die schon heute in Deutschland leben sowie Asylbewerber und Geduldete mit guter Bleibeperspektive bzw. Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge mit vorrangigem Wunsch nach einer Berufsausbildung im Handwerk.

Das Projekt läuft in allen Kammerbezirken Niedersachsens und besteht aus zwei Komponenten, einem teilnehmerunabhängigen Bereich der Beratung, Betreuung und Netzwerkbildung sowie einem teilnehmerspezifischen Bereich der Kompetenzfeststellung und Praktikumsvermittlung der Teilnehmer/innen, mit dem Ziel der Aufnahme einer Ausbildung, Umschulung bzw. Einstiegsqualifizierung in einem handwerklichen Beruf.

Spezielle Unterstützungsangebote helfen, migrationsbedingte Problemlagen wie z.B. Sprachbarrieren, Schwierigkeiten aufgrund kultureller Unterschiede oder administrative und organisatorische Herausforderungen zu überwinden.

Link zur Projektwebsite

Ihre Ansprechpartnerin


Sozialpädagogin

Telefon 0541 6929-882
Fax 0541 1817689-12
s.wiese@hwk-osnabrueck.de

BOF – Berufsorientierung für Flüchtlinge

Die BOF ist Teil der Qualifizierungsinitiative „Wege in Ausbildung für Flüchtlinge“.

Die BOF verfolgt das Ziel, junge Flüchtlinge auf eine Ausbildung im Handwerk vorzubereiten und in einen Ausbildungsbetrieb oder in eine weiterführende Maßnahme wie Einstiegsqualifizierung (EQ) zu vermitteln. BOF wird über einen Zeitraum von 13 Wochen durchgeführt. Davon finden neun Wochen in den Werkstätten des BTZ und vier Wochen in Form von Praktika in Handwerksbetrieben statt.

Die Teilnehmer erhalten Gelegenheit einer vertieften Berufsorientierung in bis zu drei Berufsfeldern. Gleichzeitig werden die berufsbezogenen Sprachkenntnisse verbessert.

Link zur Projektwebsite

Ihre Ansprechpartnerin


Sozialpädagogin im Projekt „Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk“

Telefon 0541 6929-824
s.rickling@hwk-osnabrueck.de

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was muss ich beachten, wenn ich einen minderjährigen Auszubildenden einstellen möchte?

Welche gesetzlichen Voraussetzungen müssen bei der Einstellung eines Auszubildunden beachtet werden?

Wie viel Urlaub muss ich Auszubildenden gewähren?

Welche Möglichkeit steht mir zur Verfügung, wenn mein Auszubildender trotz der Betreuung seines/ihres Kindes oder pflegebedürftigen Angehörigen eine Ausbildung absolvieren bzw. fortführen möchte? (Teilzeitausbildung)

… und viele Fragen mehr werden Ihnen hier beantwortet.

Sollten Sie außerdem noch Fragen haben, melden Sie sich gerne bei den Ausbildungsberatern.


Ausbildungsberater

Telefon 0541 6929-520
Fax 0541 40913-27
r.brinkrolf@hwk-osnabrueck.de


Ausbildungsberaterin

Telefon 0541 6929-524
Fax 0541 40913-13
k.justa@hwk-osnabrueck.de


Ausbildungsberater

Telefon 0541 6929-521
Fax 0541 40913-28
w.moenkediek@hwk-osnabrueck.de