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Nicht nur eine Rückschau, sondern auch einen Blick in die Zukunft haben Gesellschafter und Mitarbeiter des Berufsbildungs- und Technologiezentrums des Aschendorf-Hümmlinger Handwerks GmbH (BTZ) anlässlich des 25-jährigen Betriebsjubiläums in Papenburg geworfen.

Papenburg. Vor zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft appellierte der Präsident der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, Peter Voss, an die Handwerksbetriebe, mehr junge Menschen auszubilden. Viele Besucher machten am Samstag von dem Angebot Gebrauch, die Lehrwerkstätten an der Juister Straße in Augenschein zu nehmen. Dabei kamen sie auch mit Lehrlingen und Beschäftigten aus Handwerk und Industrie ins Gespräch. Mitarbeiter des BTZ informierten über das Leistungsspektrum der Einrichtung, deren zentralen Arbeitsbereiche die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung, Fort- und Weiterbildung und die Qualifizierung für Mitarbeiter in Handwerks- und Industriebetrieben umfassen. „Neben der Qualifizierung von jährlich mehr als 2500 Teilnehmern stellen wir uns immer wieder neuen Herausforderungen“, erklärte Geschäftsführer Hermann Gerdes. Als Beispiel nannte er ein am 1. September angelaufenes Projekt mit dem Jobcenter Emsland und der Sozialausgleichskasse der Bauwirtschaft.

Unter der Bezeichnung Berufsstart Bau bereiten sich hier zehn Jugendliche, die staatliche Leistungen beziehen, auf eine Ausbildung in der Bauwirtschaft vor. Darüber hinaus werden in Kooperation mit der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte, den Berufsbildenden Schulen und der Volkshochschule gegenwärtig zwei Qualifizierungsprojekte für Flüchtlinge durchgeführt.

In den vergangenen fünf Jahren seien mehr als zwei Millionen Euro in die Infrastruktur und die technische Ausstattung der Lehrwerkstätten investiert worden – so zum Beispiel in Sachen E-Mobilität. Das BTZ verfügt seit Frühjahr dieses Jahres über ein Schulungsfahrzeug mit Hybrid-Antrieb für die Ausbildung im Kfz-Bereich.

Das BTZ sei ein elementar wichtiger Faktor in der beruflichen Ausbildung und ein vertrauensvoller Partner im Dreieckverhältnis Betrieb, Berufsschule und überbetriebliche Ausbildungsstelle, lobte Peter Voss. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, legte er den Handwerksbetrieben nahe, ihre Attraktivität für junge Menschen unter Beweis zu stellen. „Zeigen Sie den Menschen, wie modern, innovativ, zukunftsorientiert, karrierefördernd und erfolgreich Sie sind!“

Die Digitalisierung in der Ausbildung spiele eine immer wichtigere Rolle, der sich auch das BTZ annehme, erklärte Gerdes. Bei allen Anstrengungen dürfe man allerdings nicht vergessen, die Menschen in diesem Prozess mitzunehmen. Neben der technologischen Entwicklung gelte es, die Lehrwerkstätten des BTZ nachhaltig auszulasten. Um den Auftrag des Papenburger Bildungszentrums dauerhaft sicherstellen zu können, werde man im Hinblick auf Investitionen aber auch in Zukunft auf Fördermittel von Bund und Land angewiesen sein, prognostizierte Gerdes.