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Zehn Bestmeister*innen aus der Region

Zehn von insgesamt 275 Meister*innen erhalten Urkunde als Beste ihres jeweiligen Gewerks.

Die Fortbildung zur Handwerksmeisterin bzw. zum Handwerksmeister ist und bleibt der Königsweg der handwerklichen Qualifizierung und ist die Grundlage für eine nachhaltige Selbstständigkeit. Nur dadurch wird die hohe Ausbildungsleistung des Handwerks auch für die Zukunft gesichert. „Unsere neue Handwerkselite hat gesellschaftliche und unternehmerische Aufgaben vor sich, die über das rein Fachliche hinausgehen, denn der Meisterbrief zeichnet unsere neuen Expertinnen und Experten insbesondere auch als geschätzte und ernst zu nehmende Mitglieder unserer Gesellschaft aus“, erklärt Kammerpräsident Reiner Möhle. Insbesondere die Bestmeister*innen stehen sinnbildlich für die Elite im Handwerk. Alle Jahrgangsbesten bekamen jetzt ihre Bestmeister*innen-Urkunde zugeschickt. Möhle: „Alle neuen Meisterinnen und Meister verkörpern auch die große Familie des Handwerks, sie verkörpern die „Wirtschaftsmacht von Nebenan“. Dieser Slogan unserer Imagekampagne bedeutet für unseren Kammerbezirk: Nahezu 100 tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter rund 6.700 Auszubildende in fast 11.000 Betrieben.“ Die Handwerkskammer veranstaltet immer im Februar eine große Meisterfeier, die aus bekannten Gründen dieses Jahr ausfallen musste. Daher hat die Kammer die neuen Bestmeister* innen um ein Statement und ein Foto gebeten, damit sie entsprechend öffentlich gewürdigt werden.

Die Besten des Abschlussjahrgangs 2020

Maximilian Budde, Maurer und Betonbauermeister, Beesten: „Durch einen Ferienjob habe ich während meiner Schulzeit die Liebe zum Bauhandwerk entdeckt. Da meine Familie über Generationen Handwerker in ihren Reihen zählen durfte, war es nicht abwegig einen Handwerksberuf zu erlernen. Nach dem Abitur habe ich meine Ausbildung in einem mittelständischen Unternehmen im südlichen Emsland absolviert. Bevor ich mich bei der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim auf die Meisterprüfung vorbereitet und letztendlich erfolgreich abgeschlossen habe, hatte ich ein Studium für Bauingenieurwesen begonnen, welches für mich nicht zielführend war, da mir der Bezug zum Handwerk fehlte. Zurzeit arbeite ich als Meister in meinem Ausbildungsbetrieb, möchte dort weiter Erfahrungen sammeln und schaue trotz Corona Krise zuversichtlich in die Zukunft.“
Fabian Dingwerth, Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk, Glandorf: „Durch den elterlichen Fliesenlegerbetrieb bin ich schon früh mit diesem Handwerk in Verbindung gekommen. Die Arbeiten haben mich stets interessiert und mir Freude bereitet, so dass ich diesen Beruf erlernen wollte. Nach meinem Realschulabschluss habe ich die Ausbildung zum Fliesen-, Platten- und Mosaikleger begonnen und erfolgreich abgeschlossen. Nach der Ausbildung bin ich als Geselle im elterlichen Betrieb eingestiegen. Nach einiger Zeit habe ich die Meisterschule in Teilzeit besucht und diese erfolgreich beendet. Mein Ziel ist es, unseren Familienbetrieb erfolgreich weiter zu führen. Darüber hinaus habe ich großes Interesse daran, junge Leute für diesen Beruf zu begeistern und diese auch auszubilden.“
Sergej Hellwich, Metallbauerhandwerk, Belm: „Schon in meiner Schulzeit habe ich immer gerne mit Metallen gewerkelt, damals noch an Booten, später dann an meinem Moped. Ich habe mich deshalb bei der Firma H+H Keiser GmbH, jetzt Hoving+Hellmich Stahlbau GmbH, um eine Ausbildungsstelle beworben. Nach dem erfolgreichen Abschluss meiner Ausbildung zum Maschinenbaumechaniker im Jahre 2003 habe ich einige Jahre als Schlosser, zum Schluss mit Leitungsfunktion gearbeitet, ehe mich mein Chef 2016 gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte, den Meister im Metallbau zu machen, um weitere Führungsaufgaben in der Produktion zu übernehmen. Ich habe schnell zugestimmt. Eine Entscheidung, die ich bis heute nicht bereut habe. Nachdem ich bereits jetzt für die Produktionsleitung verantwortlich bin, werde ich mich zukünftig in die Position des Betriebsleiters einarbeiten, die ich im Anschluss daran gerne übernehme werde. Eine Herausforderung, auf die ich mich schon jetzt mit meinem Team freue!“
Matthias Remke (auf Wunsch ohne Foto), Tischlerhandwerk, Saerbeck: „Ich bin in der Landwirtschaft aufgewachsen und hatte somit schon früh Kontakt zu handwerklichen Tätigkeitsfeldern. Reparaturen und Baumaßnahmen wurden zu großen Teilen durch Eigenleistung meines Vaters erbracht, der uns Kinder so oft es möglich war mit einbezogen hatte. So stellte ich schon als Kind fest, dass mir die Arbeit mit Holz viel Freude bereitete. Nach meiner Mittleren Reife begann ich eine Ausbildung als Tischler. Mit Bestehen der Abschlussprüfung nahm ich meine Tätigkeit als Tischlergeselle auf und meldete mich später zum Meisterlehrgang an um meine Kenntnisse zu vertiefen und auch Verantwortung im Handwerk zu übernehmen. Erst mal werde ich als Werkstattmeister arbeiten. Was die Zukunft bringt wird man sehen. Ich werde auf jeden Fall im Handwerk bleiben und mein Wissen an junge Leute weitergeben.“
Vitalina Wist, Friseurhandwerk, Damme: „Ständig neuen Menschen zu begegnen und sie dann auch noch glücklich zu machen, ein Traum! Ich arbeite immer noch in demselben Intercoiffure Geschäft, in dem ich meine Ausbildung 2009 abgeschlossen habe. Das spricht für sich! Arbeiten auf der Bühne und für professionelle Fotoshootings waren bisher das absolute Highlight. Mit nun 2 wundervollen Kindern bin ich jetzt sehr froh und erleichtert, meinen Meistertitel in der Tasche zu haben. Auf jeden Fall möchte zurück auf die Bühne und zeigen, was wir Friseure für einen tollen Job haben. Dieses Gefühl dort oben zu stehen ist einfach unbeschreiblich. Und der Selbstständigkeit steht natürlich auch nichts im Wege.“
Henning Curbach, Installateur- und Heizungsbauerhandwerk, Westoverledigen: „Durch mein Elternhaus habe ich schon im jungen Alter handwerkliche Erfahrungen sammeln dürfen, die mich dann schließlich zum Installateur – und Heizungsbauermeister geführt haben. Das Handwerk hat goldenen Boden und dies zeigt sich in Zeiten wie diesen. Ich bin stolz diesen Beruf vertreten zu dürfen. Nach meinem Realschulabschluss wusste ich bereits, dass ich eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für SHK beginnen wollte. Zum Ende der Ausbildung hat mich dann der Ehrgeiz ergriffen, den Meistertitel anzustreben. Nach knapp drei Jahren Abendschule in Papenburg durfte ich den Meisterbrief dann entgegennehmen. Die Selbstständigkeit steht natürlich mit Erhalt des Meistertitels im Fokus. Die Anerkennung des Jahrgansbesten spornt mich noch zusätzlich an, dieses Ziel in naher Zukunft zu erreichen. Ein großes Dankeschön geht an die tollen Dozenten die uns so gut unterstützt und vorbereitet haben.“
Sina Glaser, Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk, Hagen a.T.W.: „Mein Interesse einen handwerklichen Beruf zu erlernen wurde bereits früh durch meine Familie geprägt. Durch diverse Praktika festigte sich der Wunsch, eine Ausbildung in der Kraftfahrzeugtechnik machen zu wollen. Im Jahr 2006 begann ich meine Ausbildung bei der Beresa GmbH & Co. KG und bin dort bis heute in der PKW-Werkstatt beschäftigt. Nach meinem Meisterabschluss haben sich firmenintern bereits neue Aufgabenbereiche für mich ergeben, in dem ich neue Erfahrungen und Kompetenzen erwerben kann. Zudem habe ich in meinem Betrieb die Erfahrung gemacht, dass sich immer wieder neue Türen und Optionen eröffnen.“
Tristan Mattern, Feinwerkmechanikerhandwerk, Salzbergen: „Nach meiner Realschulzeit empfand ich es als tolle Perspektive, mich direkt in einem Unternehmen ausbilden zu lassen. Nach wie vor halte ich es für ein tolles Privileg als Handwerker am Abend zu sehen, was man am Tag geschaffen hat. Nach meiner Ausbildung bei Firma Holmatec Maschinenbau GmbH durfte ich dort als Geselle in der Zerspanungsabteilung selbstständig CNC Fräs- und Drehmaschinen programmieren und bedienen. Obwohl ich diesen Job hochinteressant und sehr abwechslungsreich fand, war für mich schon sehr bald klar, ich möchte mich weiterbilden! So beschloss ich den Meisterkurs der Handwerkskammer zu besuchen. Seit Mitte des Jahres 2020 bin ich im väterlichen Betrieb Metallbau Peters GmbH als Handwerksmeister tätig. Dieser Beruf bringt viel Freude aber auch Verantwortung mit sich, da ich nun Projekte von der Planung bis zur Ausführung zusammen mit unserem Team gestalten kann.“
Christian Schoo, Elektrotechnikerhandwerk, Lingen: „Früher als Kind war ich viel bei meinem Opa, der eine Modelleisenbahn hatte. Ich habe ihm bei der Elektronik der Eisenbahn geholfen, der Funke ist übergesprungen und ich fand die Elektrik sehr spannend, deshalb bin ich Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik geworden. Zunächst machte ich ab 2013 eine Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik bei der Elektro Stüwe GmbH. Heute bin ich tätig als Meister im Bereich Anlagentechnik bei der EMP Merchandising HGmbH. Mit meinem momentanen beruflichen Leben bin ich sehr zufrieden.“
Florian Wagner, Zimmererhandwerk, Hörstel: „Der Handwerksberuf ist für mich nach wie vor interessant durch die vielseitigen Arbeiten, die mich stetig vor neue Herausforderungen stellen. Ausschlaggebend waren für mich mein handwerkliches Geschick und die frühe Überlegung, einen entsprechenden Beruf zu wählen. Im Jahr 2015 habe ich die Ausbildung zum Dachdecker nach 2,5 Jahren erfolgreich abgeschlossen, sowie auch im Jahr 2017 die Ausbildung zum Zimmerer nach 2 Jahren. Ab Anfang 2019 besuchte ich die Meisterschule, um den Meistertitel im Zimmererhandwerk zu erlangen. Erstmal möchte ich Erfahrungen sammeln und mein Wissen weitergeben. Ich freue mich auf die Zukunft und bin gespannt was sich so ergibt.“