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Annika Hoernschemeyer, Ansgar Göbel und Susanne Schlüter informieren über Notfallvorsorge

Wenn der Chef plötzlich ausfällt

IHK und HWK informierten über Notfallvorsorge

„Jede dritte Betriebsaufgabe erfolgt unplanmäßig durch Krankheit, Unfall oder Tod. Die Folge sind häufig existenzgefährdende Krisen“, verdeutlichte Betriebsberater Ansgar Göbel in einer gemeinsamen Informationsveranstaltung von IHK und Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim bei der Kreishandwerkerschaft in Osnabrück.

 

Gemeinsam mit Susanne Schlüter von der Kreishandwerkerschaft Osnabrück empfahl er, durch eine gezielte Notfallvorsorge die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit im Unternehmen sicher zu stellen. „Wechseln Sie einfach mal die Perspektive und stellen Sie sich vor, Sie müssten Ihren eigenen Betrieb morgen unvorbereitet übernehmen“, riet Göbel. Er machte deutlich, dass innerbetriebliche Abläufe, Unterlagen, Ablage und betriebliche Datenverarbeitung so gestaltet sein müssen, dass sich ein sachkundiger Dritter innerhalb kurzer Zeit einen Überblick über die laufenden Aufgaben verschaffen kann. Um die Geschäfte im Notfall weiterführen zu können, werden neben Informationen zu Vertretungsregelungen, Bankverbindungen oder Passwörtern auch regelmäßig Vollmachten benötigt, die es ermöglichen, eine rechtsgeschäftliche Vertretung zu übernehmen, machte Schlüter deutlich.

Neben der betrieblichen Seite sollte eine Notfallvorsorge auch immer Regelungen für den privaten Bereich umfassen. Klare Verhältnisse im Hinblick darauf, wer den Betrieb fortsetzt und wer nicht, können beispielsweise testamentarisch oder schon zu Lebzeiten durch vorweggenommene Erbfolge geregelt werden. Mit dem kostenlosen Online-Notfall-Handbuch und dem Notfallordner geben IHK und Handwerkskammer einen Überblick, was zu tun ist und welche wichtigen Informationen und Regelungen in schriftlicher Form hinterlegt sein sollten. Checklisten und Formularen helfen Unternehmern, für Notlagen vorzusorgen.

 

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