Gilt ab 20. März 2022 Neue Corona-Arbeitsschutzverordnung

Festlegen der Basisschutzmaßnahmen durch Betriebe in betrieblichen Hygienekonzepten.

Handwerkskammer appelliert zur Einhaltung von Schutzmaßnahmen
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Am 20. März 2022 ist eine neue SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung in Kraft getreten, die bis einschließlich 25. Mai 2022 gilt.

Die Corona-Arbeitsschutzverordnung wird neu gestaltet, um weiterhin die Gefahr eines Infektionseintrages in die Unternehmen zu minimieren.

Die Basisschutzmaßnahmen werden nun nicht mehr unmittelbar in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung vorgeschrieben, sondern durch die Betriebe als Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung in betrieblichen Hygienekonzepten festgelegt.

Bei der Umsetzung der Arbeitsschutzverordnung ist die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel vom 10. August 2020 (GMBL, S. 484) in der jeweiligen Fassung zu berücksichtigen. Zur weiteren Orientierung über geeignete Maßnahmen können insbesondere Handlungsempfehlungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sowie die branchenbezogenen Handlungshilfen der Unfallversicherungsträger herangezogen werden.

Zudem sind das regionale Infektionsgeschehen, sowie besondere tätigkeitsspezifische Infektionsgefahren zu berücksichtigen.

Der Arbeitgeber hat zu prüfen, ob und welche der nachstehendend Maßnahmen erforderlich sind, um die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu gewährleisten:

  1. wöchentliches, einmaliges kostenfreies Testangebot an die Beschäftigten, soweit diese nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten,
  2. Verminderung betriebsbedingter Personenkontakte, insbesondere durch Vermeidung oder Verringerung der gleichzeitigen Nutzung von Innenräumen durch mehre Personen; insbesondere, ob die Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten diese in deren Wohnung ausführen können,
  3. Bereitstellung medizinischer Gesichtsmasken (Mund-Nasen-Schutz) oder der in der Anlage der Arbeitsschutzverordnung bezeichneten Atemschutzmasken.

Der Impf- oder Genesenenstatus darf beim Hygienekonzept nicht mehr berücksichtigt werden.

Das betriebliche Hygienekonzept ist den Beschäftigten in geeigneter Weise in der Arbeitsstätte zugänglich zu machen.

Wichtig!

Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten weiterhin zu ermöglichen, sich während der Arbeitszeit gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen zu lassen.

Die Beschäftigten sind im Rahmen der Unterweisung über die Gesundheitsgefährdung bei der Erkrankung an der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) aufzuklären und über die Möglichkeit der Schutzimpfung zu informieren.

Weitere Infos finden Sie hier.