Browserwarning
Ausbilder und Auszubildenden zum Elektriker bei der praktischen Ausbildung
auremar

Lehrlingszahlen – Minus geringer

Osnabrücker Agentur für Arbeit veröffentlicht ihre Ausbil­dungsstatistik für die Stadt und den Landkreis

Angesichts verunsicherter Betriebe und Bewerber stockten vor allem im Frühjahr viele Einstellungsprozesse und nahmen erst in den Folgemonaten Fahrt auf. Vor diesem Hintergrund begrüßen die Ausbildungsmarktpartner Agentur für Arbeit, das Jobcenter der Stadt Osnabrück, MaßArbeit für den Landkreis sowie IHK und HWK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim ausdrücklich die weiter vorhandene Bereitschaft der Betriebe, jungen Menschen auch noch in diesem Jahr den Start einer dualen Berufsausbildung zu ermöglichen.

Im vergangenen Berichtsjahr – von Oktober 2019 bis September 2020 – meldeten Arbeitgeber im Agenturbezirk Osnabrück insgesamt 4.489 Berufsausbildungsstellen, 12,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der überwiegende Teil davon waren betriebliche Ausbildungsstellen, die mit 4.398 Stellen ein Minus von 12,9 Prozent verzeichneten. Im gleichen Zeitraum meldeten sich insgesamt 3.063 Bewerberinnen und Bewerber, um Unterstützung bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle in Anspruch zu nehmen. Dies waren 9,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. „Das Minus ist keine alleinige Folge der Corona-Pandemie. Denn bereits bis März 2020 lagen sowohl die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber als auch die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ähnlich weit unter dem Vorjahresniveau“, kommentiert Christiane Fern, Vorsitzende der Geschäftsführung der Osnabrücker Arbeitsagentur. „Corona bedingt allerdings gab es wochenlange Verzögerungen während der Bewerbungsphase. Zudem hat die Pandemie massiv zur Zurückhaltung von Betrieben beigetragen, die besonders hart betroffen waren, wie beispielsweise in den Bereichen Hotellerie, Gastronomie, Handel und bei Fertigungsberufen.“

Aber auch in Teilen des Handwerks kam es zu Einbrüchen, wenn auch insgesamt nicht so stark wie in anderen Wirtschaftsbereichen. So habe auch das Handwerk einen Rückgang der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse verzeichnen müssen und liege in Stadt und Landkreis Osnabrück 8,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dabei sei der Rückgang im Landkreis geringer als in der Stadt Osnabrück. Insgesamt hätten sich 1.183 junge Menschen in Stadt und Landkreis Osnabrück für eine Ausbildung im Handwerk entschieden. „Die Pandemie-Situation und die Lockdown-Phase haben vor allem das Verhalten der Jugendlichen beeinflusst – weggefallene oder verkürzte Maßnahmen in der Berufsorientierung, abgebrochene Praktika, die allgemeine Unsicherheit – alles Faktoren, die die Motivation und das Vertrauen auf Chancen auf dem Ausbildungsmarkt beeinflussen“, kommentiert Anna Brockhoff , Leiterin des Dezernats Berufliche Bildung. „Viele Ausbildungsverträge sind erst nach dem regulären Start am 1. August geschlossen worden und letztlich sind insgesamt 329 Ausbildungsplätze im Handwerk im Bezirk der Handwerkskammer unbesetzt geblieben.