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Verschiedene Würfel mit Bildern und der Aufschrift Zuschüsse liegen auf Bargeld
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Land setzt Ausbildungsunterstützung in Kraft

Kultusministerium gibt grünes Licht – Verdopplung der Landeszuschüsse bei überbetrieblicher Lehrlingsausbildung

Das Niedersächsische Kultusministerium fördert mit dem Aktionsplan „Duale Ausbildung“ die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) in den Bildungszentren des Handwerks. „Hiermit erfüllt die Landesregierung eine lange bestehende Initiative unserer Handwerkskammer. Als Ideengeber sind wir besonders erfreut, dass nun das Land Niedersachsen den Weg zu einer echten Drittelfinanzierung der ÜLU (Bund, Land, Handwerksbetrieb) eingeschlagen hat und hoffen auf die notwendige Kontinuität auch nach Corona“, stellt Hauptgeschäftsführer Sven Ruschhaupt fest. Kultusminister Tonne betrachtet die Entlastung der Ausbildungsbetriebe als einen zentralen Baustein seines Aktionsplans. So verdoppelt das Land Niedersachsen seinen Finanzierungsanteil an der ÜLU. Diese Ausbildungsform gewährleistet, dass die jungen Menschen, unabhängig von der Größe oder der Spezialisierung des Ausbildungsbetriebes, in der gesamten Bandbreite eines handwerklichen Ausbildungsberufes ausgebildet werden. Hauptgeschäftsführer Ruschhaupt betont: „Die ÜLU ist ein äußerst wichtiger und solider Grundpfeiler der dualen Ausbildung im Handwerk, wobei unsere rund 11.000 Mitgliedsbetriebe deutschlandweit einen Spitzenplatz in ihren Ausbildungsaktivitäten einnehmen.“

Allein 7 Millionen der insgesamt für den Aktionsplan vorgesehenen 17 Millionen Euro sind für die Entlastung der niedersächsischen Ausbildungsbetriebe vorgesehen.

Neben der Erhöhung des ÜLU-Anteils sind 500 € bei einer pandemiebedingten Verlängerung der Ausbildung und 1.000 € bei einer Steigerung des Ausbildungsengagements der Betriebe, d.h. bei einer Ausweitung der Zahl der Ausbildungsplätze über dem Durchschnitt der letzten drei Jahre, eingeplant. Darüber hinaus wird die Mobilität von Auszubildenden mit einer Bonuszahlung von 500 € gefördert. Die Bonuszahlung sollen Auszubildende erhalten, die mehr als 45 km von ihrem Heimatort eine Ausbildung beginnen bzw. eine Stunde Fahrweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln hierfür zurücklegen und damit einen besonderen Einsatz an den Tag legen.

„Für junge Menschen ist die Duale Ausbildung im Handwerk Basis für eine langfristige und sichere Beschäftigung und gewährleistet vielfältige Karrieremöglichkeiten. Das Handwerk ist systemrelevant und systemtragend, denn unsere Betriebe konnten in vielen Bereichen auch während des Lock-Downs weiterarbeiten“, betont Ruschhaupt. Laut Kultusministerium werden die Richtlinien bald veröffentlicht. Anträge können ab November bei der NBank gestellt werden.