Browserwarning
Berufsorientierung für Schüler in der Handwerkskammer

Kontakt ist die beste Werbung

Von der Grundschule bis zur gymnasialen Oberstufe: Handwerkskammer kümmert sich intensiv um die Berufsorientierung des potentiellen Nachwuchses.

Für die frühzeitige Berufsorientierung ist der direkte Kontakt zum Handwerk die effektivste Möglichkeit, den Berufsnachwuchs für eine Karriere bei der „Wirtschaftsmacht von nebenan“ zu gewinnen. Dabei ist die Zusammenarbeit mit den Pädagogen der Grund- und weiterführenden Schulen unerlässlich.

„Ob beim Vätertag die Kinder mit ihren Vätern handwerklich in den Werkstätten der Handwerkskammer arbeiten, oder sogar erstmals ein fast kompletter 11. Jahrgang eines Gymnasiums – wichtig sind für alle Beteiligten die praktischen Demonstrationen und das aktive Miteinander in den Werkstätten des Berufsbildungs- und Technologiezentrums (BTZ) der Handwerkskammer“, erklärt Uwe Koch, Mitarbeiter der Abteilung Berufsbildung, der regelmäßig mit seiner Kollegin Karen Justa entsprechende Praxisübungen anbietet. So waren kürzlich Schülerinnen und Schüler der Rosenplatzgrundschule zu Besuch in der Handwerkskammer. Jeweils ein Vormittag wurde mit 56 Schüler/innen der 4. Klassen an 3 Tagen verschiedene Werkstätten besichtigt. Anschließend bauten die Kinder selbstständig kleine Taschenlampen – immer mit Begleitung durch die Experten der Handwerkskammer. Koch: „Solche Kontakte mit dem Handwerk sind oftmals eine frühe Bestätigung der jeweiligen Talente und führen häufig zu einer positiven Einstellung gegenüber dem Wirtschaftszweig Handwerk.“ Das gilt auch für die älteren Schüler/innen des Osnabrücker Graf-Stauffenberg-Gymnasiums. Nahe- zu der komplette 11. Jahrgang verbrachte einen Nachmittag in den Lehrwerkstätten der Handwerkskammer. Sie haben in Kleingruppen verschiedenste Handwerksberufe kennengelernt und anschließend Infos über die Duale Ausbildung und deren Karrieremöglichkeiten bekommen. Ausgangspunkt ist der kürzlich erschienene Erlass zur Berufsorientierung. Darin sind nicht nur verpflichtend 25 Schultage für Berufs- und Studienorientierung vorgeschrieben, sondern auch der Kontakt zu außerschulischen Partnern, insbesondere Berufsschulen, Kammern und vergleichbaren Institutionen auch für Gymnasien ausdrücklich vorgesehen. „Da wir seit fünf Jahren erfolgreich mit den verschiedensten Aus- und Weiterbildungseinrichtungen kooperieren war es unser Anliegen, die Kooperation mit der Handwerkskammer auszubauen“, sagt René Nienhuis, Koordinator Berufsbildung am GSG. Dabei gehe es nicht nur darum, die Option der dualen Ausbildung als Perspektive auch für Gymnasiasten aufzuzeigen, sondern auch darauf hinzuweisen, dass das Handwerk neben der Ausbildung und einer Meisterprüfung diverse weitere Möglichkeiten der Karriereplanung biete. „Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels dürfen wir nichts unversucht lassen, die Jugend für das Handwerk zu interessieren“, so Koch abschließend.