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IHK und HWK präsentieren Ergebnisse der Konjunkturumfrage: Industrie, Dienstleister und Handel verlieren an Fahrt - Handwerk weiter stabil

Handwerkskonjunktur kühlt sich leicht ab

Frühjahrs-Konjunkturumfrage im Kammerbezirk: Geschäftsklimaindex fällt, Aussichten sind dennoch weiter positiv.

Die regionale Handwerkskonjunktur hat eine kleine Delle bekommen. Der Geschäftsklimaindex, der die derzeitige Situation erfasst und die Erwartungen der rund 10.600 Betriebe im Kammerbezirk abbildet, ist um vier Punkte gesunken. Das gab die Kammerspitze auf der Jahrespressekonferenz bekannt. Hierbei wurde auch der Jahresbericht für 2018 vorgestellt, der exzellente Werte für das abgelaufene Jahr darstellt.

„Die aktuelle Geschäftslage wird von 85% der befragten Betriebe als verbessert bzw. gleichbleibend gut bewertet“, erläutert Hauptgeschäftsführer Sven Ruschhaupt. Lediglich 15 % der befragten Betriebe berichteten von einer negativen Geschäftslagenentwicklung. Ein Grund für die aktuell leichte Eintrübung der Stimmungslage ist, dass sich die Umsatzzahlen im Vergleich zu den Vormonaten etwas schwächer entwickelt haben. In Bezug auf das Gesamthandwerk bleibt die Umsatzentwicklung nach wie vor positiv.

„Unsere Betriebe sind gut aufgestellt, der Binnenmarkt boomt weiterhin und die Daten lassen auf eine hervorragende Gesamtsituation schließen“, fasst Kammerpräsident Reiner Möhle zusammen. Denn hinsichtlich der Erwartungen an den weiteren Geschäftsverlauf für die nächsten Monate ist die deutliche Mehrzahl der Betriebe im Kammerbezirk wieder optimistisch. So erwarten 32% der Betriebe eine verbesserte Geschäftslage. Lediglich 8% der Betriebe gehen von schlechteren Geschäftsergebnissen aus. Ein Grund für die positive Beurteilung hinsichtlich der erwarteten Entwicklung liegt vor allem in den Auftragseingangszahlen. So gaben 40 % der befragten Betriebe an, eine verbesserte Entwicklung bei den Auftragseingängen verzeichnet zu haben. Lediglich 14% der befragten Handwerksbetriebe gaben einen sinkenden Auftragseingang an.

Weiterhin verspricht die Auftragsreichweite von durchschnittlich 11 Wochen ein sehr gutes Auftragspolster. Dabei verzeichnen das Bauhauptgewerbe (16 Wochen), das Handwerk des gewerblichen Bedarfes (12 Wochen) und das Ausbaugewerbe (10 Wochen) die längsten Vorlaufzeiten. Die Beschäftigungsentwicklung bei den Handwerksbetrieben im Kammerbezirk verlief in den letzten sechs Monaten überwiegend stabil. So gaben per Saldo 6% der befragten Betriebe an, ihre Beschäftigtenzahl erhöht zu haben. Nach wie vor hoch ist die Zahl der offenen Stellen. So teilten 54% der befragten Betriebe mit, aktuell über offene Stellen zu verfügen und neue Mitarbeiter/innen zu suchen. Die Investitionstätigkeit blieb ebenfalls weitgehend stabil.

 

Downloads und Links

Konjunkturumfrage Frühjahr 2019

Jahresbericht 2018

Zahlen – Daten -Fakten 2018