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Ausbildungsberatung
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Die verlängerte Werkbank

Von der „Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung“ zur „Betriebsbegleitenden Ausbildung“

Die Berufsbildungs- und Technologiezentren (BTZ) der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim gelten nicht nur im Kammerbezirk als hochmoderne und innovative Partner der Handwerksbetriebe bezüglich einer Aus- und Weiterbildung auf höchstem technischen Niveau. Die Teilnehmer der unterschiedlichsten Bildungsmaßnahmen rekrutieren sich aus ganz Norddeutschland, denn sowohl die technische Ausstattung, als auch die kompetenten Lehrwerkmeister begründen den hervorragenden Ruf der Bildungsstätten im Emsland, der Grafschaft Bentheim und in Osnabrück. Ein wesentlicher Teil umfasst hierbei die „Betriebsbegleitende Ausbildung“.

„Wir verstehen uns als Premium-Partner der Betriebe, denn neben der eigentlichen Ausbildung im Unternehmen und der Berufsschule verstehen wir uns als elementare Ergänzung im Sinne einer „verlängerten Werkbank“, erklärt Reinhard Diestelkämper, Geschäftsführer des BTZ Osnabrück, der zudem betont: „Wir sind neben dem Betrieb und der Berufsschule anerkannter dritter Lernort.“ Daher verwendet Diestelkämper auch den Begriff „Betriebsbegleitende Ausbildung“ und nicht wie bislang die etwas sperrige Bezeichnung „Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung“. Diestelkämper stellt klar: „Wir stehen mit den Betrieben in ständigen Kontakt und können hierdurch eine optimale Zusammenarbeit in der Ausbildung von Lehrlingen gewährleisten.“

Die „Betriebsbegleitende Ausbildung“ führt nach Ansicht Diestelkämpers den theoretischen und praktischen Lernort zusammen, sodass durch diese „Lernortkooperation“ die Inhalte zwischen Betrieb, Berufsschule und BTZ genau aufeinander abgestimmt sind. Diestelkämper: „Wir garantieren hierbei den unmittelbaren Mehrwert für Betrieb und Lehrling, denn durch den Einsatz praxisnaher und handlungsorientierter Ausbildungsmethoden ergänzt die ‚Betriebsbegleitende Ausbildung‘ die betriebliche Ausbildungsqualität.“ Hierbei steht die Entlastung der Ausbildungsbetriebe von schwierigen und zeitaufwendigen Ausbildungsinhalten im Vordergrund. Aber auch die Vermittlung von neusten Erkenntnissen und Entwicklungen in den jeweiligen Gewerken bis hin zur Ausbildung an modernsten Maschinen wird in den Bildungszentren gewährleistet. Diestelkämper: „Die Betriebe bekommen Ihren Lehrling mit mehr Fachwissen zurück und können ihn wirtschaftlicher einsetzten. Zudem wird dem Auszubildenden eine optimale Vorbereitung auf die Gesellenprüfung garantiert“.

Mittlerweile haben auch Unternehmen aus der Industrie die Leistungsfähigkeit der Bildungszentren im Kammerbezirk für sich entdeckt. Insbesondere in den Metall-, Elektro- und Bauberufen nutzen Betriebe für Ihre Auszubildenden das Know-How der BTZ‘s. „In Anbetracht dieser Entwicklung verstehen wir unsere Arbeit auch als direkte Wirtschaftsförderung für die Betriebe und Unternehmen im Kammerbezirk“, erklärt Sven Ruschhaupt, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. Er betont zudem die gute Zusammenarbeit mit den Kreishandwerkerschaften im Kammerbezirk, die zum Teil als Partner gemeinsam mit der Handwerkskammer die Berufsbildungs- und Technologiezentren betreiben. „Alle Beteiligten ziehen hierbei im Sinne der Betriebe und der Auszubildenden an einem Strang und investieren kontinuierlich in die räumliche und technische Infrastruktur“, so Ruschhaupt.