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Tag des Handwerks Ausbildungsmeister

Betriebe im Kammerbezirk sind „Deutscher Ausbildungsmeister“

Im Kammerbezirk Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim werden in Relation zu den Betriebszahlen deutschlandweit die meisten Auszubildenden registriert. Konkret: In den rund 10.700 Betrieben der Region lernen insgesamt über alle vier Lehrjahre mehr als 7.200 Auszubildende einen Handwerksberuf. Das bedeutet eine Ausbildungsquote von über 67 %. Zum Vergleich: Landesweit liegt die Quote bei etwas über 50 %, bundesweit sind es lediglich rund 30 %.

„Diese Zahl erfüllt uns mit gewissem Stolz, zeigt doch diese Statistik, dass unsere Handwerksbetriebe, und hier ganz besonders die meisterpflichtigen Unternehmen, die höchste Ausbildungsbereitschaft in ganz Deutschland haben“, erklärt Kammerpräsident Reiner Möhle. Und die Statistik geht entgegen dem Landes- und Bundestrend im Kammerbezirk weiter nach oben: Zum Startdatum 1. August liegen der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim 2465 neue Ausbildungsverträge für das Jahr 2018 vor. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von 192 Auszubildenden, ein Plus von 8,4 %. Am häufigsten besetzt wurden Kfz-Mechatroniker, Anlagenmechaniker, Tischler und Maurer. Ein leichtes Minus verzeichneten die Konditoren und Fleischer.

„Insgesamt ist die Zunahme von Ausbildungsverträgen erfreulich“, sagt Harald Schlieck, Geschäftsführer des Dezernats Berufsbildung. Er sieht die handwerklichen Ausbildungsberufe gut aufgestellt: „Mit neuen Techniken, neuen Einsatzgebieten und noch stärkerer Kundenorientierung passt sich das Handwerk ständig an die Entwicklungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft an. Auch für die Digitalisierung der Arbeitswelt und den veränderten Qualifikationsbedarf ist die berufliche Bildung gut aufgestellt.“ Zudem gehen laut Schlieck die Betriebe anders auf die Jugendlichen zu: „Unsere Bemühungen zur nachhaltigen Steigerung der Qualität der Ausbildung zeigen Wirkung.“

Auch in den kommenden Wochen rechnet die Handwerkskammer mit Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt. Unversorgte Schulabgänger können sich persönlich beraten lassen oder sich über die Internetseiten und Lehrstellenbörsen des Handwerks informieren. „Die Lehre ist der solide erste Schritt auf der Karriereleiter. Gesellinnen und Gesellen werden Meisterinnen und Meister ihres Faches, werden Betriebswirte des Handwerks, gründen ein Unternehmen oder übernehmen einen Betrieb im Generationswechsel. Für welchen Weg sich die jungen Leute auch entscheiden: Im Handwerk gestalten sie Zukunft“, sagt Harald Schlieck.

Weitere Rekorddaten für das regionale Handwerk

Spitzenpositionen bei Umsatz und Mitarbeiterzahl: Landesamt für Statistik bescheinigt den Betrieben im Kammerbezirk exzellente Entwicklung.

„Unsere rund 10.700 Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim erwirtschaften mit 12 Milliarden Euro rund ein Viertel des Gesamtumsatzes im Handwerk Niedersachsens“, erklärt Kammer-Hauptgeschäftsführer Sven Ruschhaupt. Das ist der landesweit höchste Umsatzwert pro Betrieb und Mitarbeiter.

Und noch eine Rekord-Zahl beeindruckt: Durchschnittlich 14 Mitarbeiter pro Betrieb beschäftigen die Handwerksunternehmen im Kammerbezirk. Wieder der Bestwert in Niedersachsen. Mit 21 Beschäftigten pro Betrieb sticht die Stadt Osnabrück besonders heraus. Das bedeutet Platz 2 unter allen 47 Landkreisen und kreisfreien Städten. Das Emsland rangiert mit durchschnittlich 15 Mitarbeitern auf einem hervorragendem 5. Platz, direkt gefolgt von der Grafschaft Bentheim mit durchschnittlich 14 Mitarbeitern. In den meisterpflichtigen Betrieben im Kammerbezirk arbeiten mit über 82.000 Mitarbeitern rund 90 Prozent der Beschäftigten im Handwerk. „Hier zeigt sich die hohe Relevanz unserer Meisterbetriebe für den regionalen Arbeitsmarkt, daher plädieren wir, gestärkt durch die neusten Daten des Landesamtes, auch für eine Wiedereinführung der Meisterpflicht in allen Handwerksberufen“, stellt Ruschhaupt fest.

Auch bei der Betriebsdichte pro Einwohnerzahl belegen das Emsland und die Grafschaft Bentheim landesweite Spitzenpositionen. Ruschhaupt: „Die Daten des Landesamtes belegen die enorme Wirtschaftskraft des regionalen Handwerks überaus deutlich, garantieren unsere Mitgliedsbetriebe in höchstem Maße Ausbildungs- und Arbeitsplätze, gerade auch in den ländlichen Regionen unseres Kammerbezirks.“