Browserwarning
Ausbildungsberatung
m&h fotografie

Ausbildungsmarkt weiter robust

Agentur für Arbeit Nord­horn zieht Bilanz für das Emsland und die Grafschaft Bentheim

Zusammen mit den Ausbildungsmarktpartnern der Handwerkskammer und der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, dem Grafschafter Jobcenter und dem Jobcenter Emsland bilanzierte die Agentur für Arbeit Nordhorn die Situation auf dem Ausbildungsmarkt im Emsland und der Grafschaft Bentheim. Fazit: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Ausbildungsmarkt sind geringer als befürchtet.

„Wir sind nochmal mit einem blauen Auge davongekommen“, kommentiert Hans-Joachim Haming, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nordhorn die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt im Emsland und der Grafschaft Bentheim. „Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind für den Ausbildungsmarkt bislang geringer als befürchtet.“ Haming weist daraufhin, dass für das laufende Ausbildungsjahr derzeit noch keine verlässliche Prognose abgegeben werden kann.

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt sei weiterhin unausgewogen: „Ausbildungssuchende haben nach wie vor sehr gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz, aber für die Firmen verschärft sich der Wettbewerb weiter. Der Trend zum Bewerbermarkt setzt sich unvermindert fort.“ Aus Sicht der Arbeitsagentur wird es auch in den kommenden Jahren zu einem verschärften Engpass an Bewerbern und erhöhter Konkurrenz untern den Betrieben kommen. „Arbeitgeber sollten daher eine klare Strategie bei der Bewerbergewinnung verfolgen“, so Haming. „Die Vorteile einer beruflichen Ausbildung, die Attraktivität des Ausbildungsberufes und des Betriebs sollten deutlich herausgestellt werden.“

Auch das Handwerk musste einen Rückgang der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse verzeichnen und liegt in den Regionen Emsland und Grafschaft Bentheim zum Stichtag 1. Oktober 10 % hinter dem Vorjahreswert. „Dabei ist jedoch hervorzuheben, dass in der Grafschaft sogar ein Plus an Ausbildungsverträgen von 3,45 % festzustellen ist“, betont Anna Brockhoff, Leiterin des Dezernats Berufliche Bildung bei der Handwerkskammer. Insgesamt haben sich 1.129 junge Menschen in diesem Jahr für eine Ausbildung im Handwerk in den Regionen Emsland und Grafschaft Bentheim entschieden.

Die Pandemie-Situation und die erste Lockdown-Phase haben vor allem das Verhalten der Jugendlichen beeinflusst – weggefallene oder verkürzte Maßnahmen in der Berufsorientierung, abgebrochene Praktika, die allgemeine Unsicherheit – alles Faktoren, die die Motivation und das Vertrauen auf Chancen auf dem Ausbildungsmarkt beeinflussen. Brockhoff: „Digitale Angebote sind keine adäquaten Beratungen. Viele Ausbildungsverträge sind daher auch erst nach dem regulären Start am 1. August geschlossen worden. Letztlich sind insgesamt 329 Ausbildungsplätze im Handwerk im Bezirk der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim unbesetzt geblieben – viel weniger als zunächst befürchtet. Dies, so kommentiert Brockhoff weiter, ist auch ein Indikator für eine nicht nachlassende Ausbildungsbereitschaft der Betriebe: „Wir danken allen unseren Ausbildungsbetrieben für ihr Engagement in diesen schwierigen Zeiten, die zudem eine enorme konjunkturelle Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Erwartungen für die nächsten Monate kennzeichnet“.